
Die Geschichte der Stadt Völklingen
1943:
Unter dem Hindenburgplatz wird eine Stollenanlage gegen Fliegerangriffe erbaut. (LXIII. S.47)
1944:
Das Vorrücken der Alliierten gegen die deutsche Grenze erzwang im Dezember die zweite Evakuierung Völklingens. Wiederum blieb eine Notbelegschaft von 100 Mann auf der „Alten Hütte“ zurück. Schon seit November lag Völklingen unter starkem Artilleriebeschuss durch die Amerikaner, die das linke Saarufer besetzt hatten. Dabei entstanden große Schäden an vielen Gebäuden der Stadt. (LXIII. S.48)
1945:
Am 20. Mai besetzten amerikanische Truppen Völklingen und ernannten den Verwaltungsdirektor Limburg zum Bürgermeister. Am 10. Juli lösten die Franzosen die Amerikaner als Besatzungsmacht ab. Nach dem Ende der Kampfhandlungen begann die mühevolle Rückkehr der evakuierten Bevölkerung und der Wiederaufbau der beschädigten Stadt. Die Völklinger Hütte war im Wesentlichen unzerstört geblieben.
1946:
35.875 Einwohner

Dr. Anton Tinnes wurde ehrenamtlicher Bürgermeister.
1947:
Das Saarland wurde politisch unabhängig, wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen. Nahrung, Kleidung und Brennmaterial waren rationiert und mussten durch Marken bezogen werden.
Dazu kam eine Hochwasserkatastrophe, bei der das Wasser so hoch stand wie noch nie zuvor.

1949:
Rudolf Trenz wurde Bürgermeister.

1950:
In der Erweiterung des Friedhofes wurde ein Fragment eines Denkmals des römischen Gittes Silvanus gefunden (Bericht Nr. der staatl. Denkmalpflege im Saarland, Saarbrücken).

1951:
Der am Marktplatz gelegene Gutshof der Völklinger Hütte wurde durch einen Großbrand zerstört.
Völklingen hatte 40.840 Einwohner.

1951-54:
An der Lortzingstraße wurde ein Neubau für das staatliche Mädchenrealgymnasium errichtet.
1953:
Vorbereitung zum Bau des neuen Walzwerkes der Völklinger Hütte im Nauweiler Gewann.
Einweihung der Brücke nach Fürstenhausen.
1954:
Grundsteinlegung zur Haydn-Schule.
Die Feuerwehr bekommt ihr heutiges „Zuhause“.

1955:
40.911 Einwohner
Das Saarland stimmte wieder zum Anschluss nach Deutschland.
1956:
Die Stadt Völklingen hatte 41.168 Einwohner.
Grundsteinlegung zum Bau der kath. Kirche St.Michael auf dem Rotenberg. Einweihung Ostersonntag, 7.4.1958.
1957:
Auf Initiative des Stadtrates und der Stadtverwaltung beschloss die saarländische Regierung, in Völklingen eine Mittelschule – die spätere Realschule – für Jungen und Mädchen zu gründen. Zunächst wurden die ehemaligen Volksschulgebäude in der Karl-Janssen-Straße bezogen, bis der Neubau in der Heinestraße zu Ostern 1961 für den Unterricht freigegeben wurde.

Inbetriebnahme des neuen Walzwerkes im „Nauweiler Gewann“.
Eröffnung des Residenz Kinos.
1959:
Das Saarland wird zum elften und damit jüngsten Bundesland der Republik Deutschland.

Am 19. April endete mit der Einstellung der Straßenbahnlinie Völklingen-Großrosseln das Straßenbahnzeitalter in Völklingen.
