
Die Geschichte der Stadt Völklingen
1901:
Besuch des Prinzen Tschun, des Bruders des Kaisers von China. Er fährt mit Gefolge in Grube Gerhard ein und am Viktoriaschacht wieder aus.

Ein schwenkbarer Auslegekran entlädt die Erzschiffe, die bisher von Mädchen („Erzengel“ genannt) entladen wurden. Sie stammten meist aus Hostenbach und Püttlingen.
1902:
Nach langen Bemühungen erhielt Völklingen eine Höhere Privatschule. 1902 beschloss der Gemeinderat, die Schule zu einem Realgymnasium unter eigener Verwaltung auszubauen. 1907 wurde das Realprogymnasium als Realgymnasium anerkannt. 1909 konnte das neue Schulgebäude an der Hohenzollernstraße bezogen werden. 1907 wurde eine höhere Privatschule für Mädchen eingerichtet und ein Jahr später in ein Gymnasium umgewandelt.
Die Grube in Velsen wird eröffnet.
1903:
Siegfried Cloos wurde Bürgermeister.

Das „St. Josefs“-Krankenhaus wurde erweitert und bekam eine Kapelle. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten dort 20 Schwestern. Es wurden ca. 65-70 Kranke, 20 Pfründer (Mittellose) und 35-40 Kinder täglich verpflegt.

1904:
Gründung der Baugenossenschaft 04 Völklingen. (LXIII. S.18) (Bis 1942 wurden 565 Häuser mit 844 Wohnungen fertiggestellt.)
Im gleichen Jahr erbaute die Genossenschaft die Siedlung „Lindenhof“ (Garten, Hermann- und Tafelstraße) mit 52 Häusern, 96 Wohnungen und Ställen.

Ein Wasserwerk im Simschel und ein Hochbehälter auf dem großen Kreuzberg wurden erbaut. Das Wasserwerk hatte eine Kapazität von 600 Kubikmetern. (LXIII. S.19)
1905:
Einwohnerzahl: 15124
Den Graben vor dem Rotenberg hatte der frühere Ortsvorsteher Jakob Klein in einen Park umwandeln lassen (damals „Schillerpark“, später „Kleinsche Anlagen“ genannt)(LXIII. S.19).

Man begann mit dem Bau des „Mühlgewann Schulhauses“.